2005: unser achter Gedenkzug in acht Jahren

Friedrich Schreiber mit den Bürgermeistern aus Gräfelfing und Planegg

Am 30. April 2005 organisierten wir den achten Gedenkzug seit dem Beginn unserer Initiative im Jahr 1998. Es war aus zwei Gründen ein besonderes Ereignis. In der Nacht vom 26. auf den 27. April 1945 waren die Häftlinge des "Todesmarsches von Dachau" durch unsere Gemeinden gezogen. An diesen 60. Jahrestag wollten wir mit besonderem Engagement erinnern. Am wichtigsten war für uns dabei die Teilnahme von fast 60 Gästen aus Israel, Überlebenden mit ihren Kindern und Enkeln, die von der Gemeinde Gauting zu einem umfangreichen Programm eingeladen wurden. Auch die Münchner Stadtteile zwischen Allach und Pasing organisierten Gedenkzüge.

Wir zeigen im Anhang unseren Stil der überkonfessionellen Einladung und der überparteilichen Plakatierung.

Plakat für Gedenkzug 2005

Wie in den vergangen Jahren hörten wir die Begrüßungsreden unserer Bürgermeister und die Gedenkworte von Schülerinnen und Schülern. Neben jungen Juden, die das Totengebet Kaddisch sprachen, hatten wir entsprechend der Herkunft der Häftlinge diesmal auch eine evangelische Pfarrerin und einen katholischen Pfarrer um eine Totenehrung gebeten. Unsere jüdischen Gäste waren besonders beeindruckt, als der Kinderchor von Krailling-Planegg Psalmen in hebräischer und jiddischer Sprache sang. Sie sangen mit unseren Kindern. Erstmals konnten wir auch Überlebende aus Polen als Gäste bei unseren Feiern vor den Mahnmalen begrüßen.

Auch in Zukunft wollen wir der multinationalen und multireligiösen Zusammensetzung der Opfer des "Todesmarsches von Dachau" gerecht werden.