Fotos und Pressemitteilungen

[bbgal=1998]Zwi Katz und Friedrich Schreiber halten Ansprache [bbgal=1998]Start des Gedenkzuges in Lochham (am Promarkt) [bbgal=1998]Gedenken am Mahnmal in Gräfelfing [bbgal=1998]Gedenken am Mahnmal in Lochham [bbgal=1998]Marsch des Gedenkzuges vom Startplatz im Gräfelfinger Ortsteil Lochham zum Mahnmal in Gräfelfing [bbgal=1998]Erste kurze Gedenkfeier vor dem Gräfelfinger Mahnmal.

1. Foto 5: Marsch des Gedenkzuges vom Startplatz im Gräfelfinger Ortsteil Lochham zum Mahnmal in Gräfelfing. An der Spitze des Zuges (v.l.n.r.) Zwi Katz und Abba Naor aus Israel, beide Überlebende der KZ-Lager Landsberg/Kaufering und des Todesmarsches durch das Würmtal, sowie Max Mannheimer, Überlebender des KZ Mühldorf-Mettenheim und des Todestransports von Mühldorf nach Tutzing. Rechts der Sprecher der Würmtaler Bürgerinitiative, Dr. Friedrich Schreiber

2. Foto 6: Erste kurze Gedenkfeier vor dem Gräfelfinger Mahnmal. Von links nach rechts: Zwi Katz, Otto-Ernst Holthaus, Initiator der Mahnmale von Grünwald, Eurasburg und Königsdorf und Mitorganisator der zehn Gedenkzüge von 1999. Daneben Abba Naor, Friedrich Schreiber. Rechts neben dem Mahnmal Elisabeth Voigt aus Bad Tölz, ebenfalls Mitorganisatorin der zehn Gedenkzüge von 1999.

Gedenken auf den Spuren der Erinnerung

Die Bürgerinitiative "Gedenkzug zur Erinnerung an den Todesmarsch von Dachau" hat sich im März 1998 konstituiert. Zunächst war es nur ihr Ziel, Ende April / Anfang Mai 1998, in zeitlicher Nähe zum 53. Jahrestag des "Todesmarsches von Dachau" einen Gedenkzug zu organisieren. Er sollte auf der historischen Strecke zwischen Lochham (Gemeinde Gräfelfing) und Gauting stattfinden, auf der knapp 7000 Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau in der Nacht vom 26. auf den 27. April 1945 marschieren mußten. An den vier Mahnmalen der Gemeinden Gräfelfing, Planegg, Krailling und Gauting sollten kurze Gedenkfeiern abgehalten werden.

Dieser Gedenkzug wurde am Freitag, den 1. Mai 1998 veranstaltet. Die Bevölkerung, vor allem die Schuljugend, nahm sehr zahlreich teil. Der Gedenkzug 1998 - wie alle folgenden - stand unter den Mottos "Denkmale lebendig machen" und "Den Stab der Erinnerung an die Jugend weitergeben."

Der starke Anfangserfolg ermunterte diese örtliche Würmtal-Initiative, mit tatkräftiger Unterstützung durch engagierte Persönlichkeiten aus entfernteren Orten (Ernst Holthaus aus Grünwald und Elisabeth Voigt aus Bad Tölz) im nächsten Jahr neun Gedenkzüge zu organisieren: sieben auf der historischen Strecke zwischen Dachau und Waakirchen und zwei zwischen Kaufering und Landsberg sowie Mühldorf und Ampfing.

Die Würmtaler Bürgerinitiative organisierte seitdem in jedem Jahr diesen Gedenkzug. Am 30. April 2005 nahmen zwischen 450 und 500 Bürgerinnen und Bürger teil, darunter etwa 70 Gäste aus Israel - Überlebende des Todesmarsches mit Kindern und Enkeln. .

Diese Bürgerinitiative ist sich bewußt, daß sie eine Tradition fortsetzt, die andere Bürgerinnen und Bürger an anderen Orten begonnen haben.

Getreu dieser Tradition von vielen engagierten Kräften an vielen Orten entlang der historischen Strecke haben wir angeregt, diesen isolierten Anstrengungen im Sinne von Gedenken und Versöhnung durch ein kommunales Gemeinsschaftswerk aller Gemeinden, die über Mahnmale und aktive Bürgerinitiativen verfügen, eine starke und nachhaltige Perspektive zu geben.

Würmtaler Gedenkzug 1998

Zu Beginn des Jahres 1998, als wir begannen, unseren ersten Gedenkzug entlang der Mahnmale der Würmtal-Gemeinden Gräfelfing, Planegg, Krailling und Gauting zu konzipieren und zu planen, waren uns die früheren Initiativen Gautinger und Planegger Gymnasiasten und Allacher und Berger Bürger noch nicht bekannt.

Unserem Bemühen, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger, vor allem auch die Jugend unserer Gemeinden, zur Teilnahme zu gewinnen, legten wir zwei Mottos zugrunde: Denkmale lebendig machen und Den Stab der Erinnerung an die Jugend weitergeben.

Wir baten drei Gruppen von möglichen Ansprechpartnern, uns bei der Mobilisierung der Bürgerschaft zu unterstützen: Bürgermeister, Lehrer und Pfarrer. Gymnasiallehrer und Vertreter der Schülermitverwaltungen der drei Würmtal-Gymnasien und einzelne Pfarrer spielten von Anfang eine sehr aktive Rolle, in den folgenden Jahren kamen weitere Pfarrer und alle Bürgermeister sowie viele Gemeinderäte hinzu.

Am ersten Gedenkzug beteiligten sich mit Zwi Katz und Abba Naor auch zwei Überlebende des Todesmarsches von Dachau.

Fotos und Presseartikel dokumentieren den Beginn unseres Projekts "Gedenkzug Todesmarsch von Dachau"