Mahnmale zur Erinnerung an die Todesmärsche des KZ-Komplexes Dachau

In der Überschrift der Seite "Mahnmale" weichen wir von dem historisch engen Begriff "Todesmarsch von Dachau" ab, der genau genommen nur für den noch von der SS-Lagerleitung dokumentierten Häftlingszug gilt, der am Abend des 26. April 1945 aus dem KZ Dachau in Richtung Süden abmarschierte. Unmittelbar vor und nach diesem Häftlingsmarsch des Hauptlagers wurden jedoch Häftlinge aus mehreren Außenlagern des KZ-Komplexes Dachau zu Fuß evakuiert:

  • mindestens drei, wahrscheinlich fünf Häftlingsmärsche aus den elf Außenlagern des Komplexes Landsberg/Kaufering in Richtung Dachau und Allach,
  • vier Häftlingsmärsche aus Außenlagern im Osten und Westen Münchens (Allach, Giesing, Ottobrunn, Riem) in Richtung Süden.

Auch diese Evakuierungszüge waren "Todesmärsche", an deren Opfer Mahnmale in Landsberg, Fürstenfeldbruck und Grünwald erinnern.

Auf Bahntransporten von Außenlagern in Landsberg und Mühldorf in Richtung Dachau und Alpen fanden ebenfalls viele Häftlinge den Tod. An sie erinnern Mahnmale bei Schwabhausen (nahe Kaufering) und in Seeshaupt am Starnberger See. Wir beziehen diese Bahntransporte in unsere Betrachtung "Todesmärsche" mit ein.

22 der insgesamt 26 Mahnmale wurden von Professor Hubertus von Pilgrim (Pullach) errichtet. Sie sind die sichtbaren Erinnerungspunkte unserer Gedenkzüge entlang der Würmtaler Todesstrecke. Wir stellten sie deshalb unter das Motto: Denkmale lebendig machen.