Front gegen Rechtsextremismus

Geistiges Engagement und solidarisches Handeln

Durch Kontakt des Vorstands unseres Vereins mit dem "Bayerischen Bündnis für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde schützen" haben wir uns mit den bürgerschaftlichen Aktivitäten gegen das immer bedrohlicher werdende Auftreten rechtsextremer und meist zugleich neonazistischer Parteien und Gruppen befasst. Als Erstes begründeten wir zunächst ein "Projekt Rechtsradikalismus", in dem wir realistischer Weise mehr geistiges Engagement als politisches Handeln anvisierten.

Nach der Niederlage der NPD und ihrer neonazistischen Frontorganisationen in der "Hess-Stadt" Wunsiedel beobachteten wir deren Versuche, in anderen Bayerischen Zentren für eine massive und überregionale Präsenz zu etablieren. Genannt seien das mittelfränkische Gräfenberg bei Erlangen und das oberbayerische Dorfen bei München.

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Front gegen Neonazi-Aufmarsch in Landsberg

Partnerschaft mit "Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus"

Durch die Straßen der Lechauen und der Altstadt zogen nach Zählungen der Polizei 2000 Bürgerinnen und Bürger zum Hauptplatz von Landsberg: Alt und Jung, aller Konfessionen, fast aller demokratischen Parteien, diszipliniert, friedlich, gewaltlos, aber lautstark. "Landsberg wehrt sich" lautete ihr Motto. Gegen radikale Feinde der Demokratie geht das nicht still und leise, wie der Oberbürgermeister es wünschte.

In den letzten Tagen und Nächten vor dem 29. November glühten die Kommunikationsstränge des blitzschnell gegründeten Landsberger "Bürgerbündnisses gegen Rechtsradikalismus". Zwischen der Kommunikations-zentrale Landsberg und den Kontaktpunkten Augsburg, Dachau, Gauting, Gräfelfing, Kaufering, München und Tel Aviv läuteten die Telefone, auf PCs und Fax-Maschinen landeten Infos - Hauptthema: Bleibt es bei dem Verbot "Nazis raus aus Landsberg" oder kippt die Bayerische Verwaltungsjustiz das Demonstrationsverbot des Landsberger Landrats. Das Verwaltungsgericht Oberbayern kippte das Nazi-Verbot und auch die höchste Instanz, der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, gab den neonazistischen Rechtsradikalen Grünes Licht für ihren Durchmarsch durch Landsberg und zwar erst am Tag vor dem ominösen 29. November. Die NPD durfte mit ihrer gewaltbereiten Fronttruppe "Autonome Nationalisten" demonstrieren - in der ehemaligen "Hitler-Stadt" und "Stadt der Hitlerjugend", dem ehemaligen KZ-Zentrum Kaufering-Landsberg mit 11 Lagern und 30.000 jüdischen Häftlingen. Die Epigonen Hitlers und Himmlers durften auf dem Boden marschieren, der mit dem Blut von Tausenden unschuldiger jüdischer Menschen getränkt ist. Nur der Standort Schlageter-Denkmal und die Verherrlichung des Idols der Hitlerjugend blieben ihr versagtund auch der Besuch des Gefängnisfriedhofes, auf dem Kriegsverbrecher begraben sind, die in den Dachauer SS-Prozessen zum Tode verurteilt wurden.

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