Dokumente über Todesopfer

Bei Dokumenten über Todesopfer von Evakuierungsmärschen und -zügen ist die Quellenlage etwas besser als bei Fotos. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch nur um Berichte über Einzelbegräbnisse oder Massengräber. Massengräber wurden vor allem an den wenigen Orten angelegt, wo die Häftlinge rasten mussten bzw. durften, und an Orten, wo Bahntransporte endeten, wobei es sich bei diesen Toten fast immer um Opfer von Krankheiten, Hunger und Erschöpfung handelte, in einigen Fällen aber auch um Todesopfer von Tieffliegerangriffen wie in Schwabhausen (bei Kaufering), Poing, Beuerberg und Seeshaupt.

Die Todesursachen wurden meistens nicht registriert, so dass nicht festgestellt werden kann, wie viele Häftlinge an Krankheiten, Hunger und Erschöpfung starben und wie viele von Wächtern ermordet wurden.

Folgende Arten von Dokumenten existieren:

  1. Totenlisten des Niederländischen Suchdienstes und der Bayerischen Schlösserverwaltung.
  2. Toteneintragungen von Gemeinden und Pfarreien.
  3. Berichten von Zeitzeugen über beobachtete Todesfälle.

Vorliegende Dokumente: