Kontakte mit der israelischen Schoa-Gedenkstätte Yad Vashem

Was heißt und was bedeutet Jad Va Schem (englische Transskription: Yad Vashem)?

Der Name der israelischen "Behörde zur Erinnerung an die Märtyrer und Helden" bedeutet wortwörtlich "Hand und Name". Der Begriff ist dem Buch des Propheten Jesaja (Kap. 56, Vers 5) entnommen, in dem das hebräische Wort "Jad" nicht "Hand", sondern "Denkmal" bedeutet. Vers 5 von Kapitel 56 lautet: "Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal. Ich gebe ihnen einen Namen, der mehr wert ist als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals getilgt wird."

Adresse: The Martyrs’ and Heroes’ Remembrance Authority, POB 3477, Jerusalem 91034, Internet: www.yadvashem.org

Ehrenwerter Kontakt mit der Internationalen Abteilung von Yad Vashem

Im Jahre 2000 wurde die Vorgängerin unseres Vereins "Gedenken im Würmtal", die "Würmtaler Bürgerinitiative Gedenkzüge zur Erinnerung an den Todesmarsch von Dachau" von der Internationalen Abteilung von Yad Vashem gebeten, bei der Suche nach einem geachteten und geeigneten Nachfolger oder einer solchen Nachfolgerin von Herrn Ignatz Bubis als Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Freundeskreises von Yad Vashem behilflich zu sein. Dies ist durch unsere Kontakte mit Spitzenvertretern des Vereins "Gegen Vergessen -Für Demokratie" erfolgreich geschehen. Vor allem Herrn Bundesminister a.D. Dr. Hans-Jochen Vogel, Gründungsvorsitzender von "Gegen Vergessen - Für Demokratie", ist dieser Erfolg zu danken.

Die Abteilung für Internationale Beziehungen der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem, Holocaust Heroes’ and Martyrs’ Remembrance Authority teilte im Rahmen dieser Kontakte dem Sprecher unserer Bürgerinitiative auch mit, dass sie aufgrund der bekannten Erfahrungen mit Mahnmalen und Gedenkzügen zur Erinnerung an die Todesmärsche und Todestransporte plane, im Rahmen der neu gestalteten Gedenkstädte auf dem Herzl-Berg einen eigenen Sektor für diese Thematik unter dem Titel "Ein Pfad der Hoffnung und des Lebens" zu errichten.

Herr Shaya Ben Yehuda, Direktor dieser Abteilung, und Herr Benny Ilsar, Leiter der deutschsprachigen Sektion, baten uns, bei der Realisierung dieses Projektes behilflich zu sein, insbesondere bei der Mobilisierung von geeigneten Sponsoren. Die Herren von Yad Vashem dachten an die rund 20 Bürgermeister der Gemeinden, die durch die Errichtung von Mahnmalen und auch durch Gedenkzüge ihrer Bürgerschaft ihr besonderes Engagement für die Gedenkarbeit an der Schoa bekundet haben.

Wir haben Herrn Ben Yehuda und Herrn Ilsar empfohlen, angesichts des erhofften Finanzvolumens, vor allem aber weil bei diesem Projekt die moralische und geschichtspolitische Verantwortung und Verpflichtung der Bundesrepublik herausgefordert wurde, die Kultusministerkonferenz zu kontaktieren. Aus der bayerischen Staatskanzlei wurde uns signalisiert, dass der Freistaat Bayern interessiert sein könnte, dieses Thema auf der Ebene der Ministerpräsidenten-Konferenz zu unterbreiten und zu fördern. An außenpolitischen Verwerfungen im Zusammenhang mit der "2. Intifada" mag es gelegen haben, dass diese auch für die Bundesrepublik wichtige Initiative damals nicht über das Anfangsstadium von Willens- und Sympathiebekundungen hinausging und ein operatives Stadium erreichen konnte.