Brücke zu Kindern und Enkeln der Überlebenden

Martin Schmid und Anton Thomma, jugendliche Aktive unseres Würmtaler Gedenkvereins, kümmern sich nicht nur um die Beziehungen zu den Überlebenden des Todesmarsches von Dachau, die in Israel leben, sondern vor allem um eine menschliche Brücke zu deren Söhnen und Töchtern, ihren Enkelinnen und Enkeln. Unser Kontakt der Freundschaft und der Versöhnung soll in der zweiten und dritten Generation nicht abbrechen.

Auf den beiden Fotos: Anton und Martin aktiv im "Einsatz" beim Würmtaler Gedenkzug 2008 zur Erinnerung an den "Todesmarsch von Dachau - bei den Feiern vor den Mahnmalen in Gräfelfing und Gauting, getreu unserem ersten Motto "Denkmale lebendig machen", getreu auch unserem zweiten Motto "Den Stab der Erinnerung an die Jugend weitergeben". Letzteres nehmen die beiden ehemaligen Schüler des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums sehr wörtlich: Sie halten ihren "Nachfolgern" aus den derzeitigen Abiturklassen des Gräfelinger Kurt-Huber-Gymnasiums und des Gautinger Otto-von Taube-Gymnasiums, die zur Bürgerschaft Worte des Gedenkens sprechen, das Mikrophon hin - sozusagen den Stab der elektronischen Kommunikation der jungen Generation.

Martin, einst FLG-Schüler und jetzt Student der Politischen Wissenschaft im deutsch-französischen Doppelstudium in Lille und Münster, sprach im Jahre 2001 im Namen seines Gymnasiums zu unserer Würmtaler Bürgerschaft. Jetzt ist er Mitglied unseres Vorstands und verantwortlich für Beziehungen zu den Familien der Überlebenden.

Anton, ebenfalls ehemaliger FLG-Schüler studiert Bioinformatik in Lyon und München. Als Mitglied unseres Vereins ist er nicht nur - wie Martin - ein hochbegabter "Brückenbauer" und "Kommunikator" zur 2. und 3. Generation in Israel, sondern auch Webmaster unserer Internetseite, die mittlerweile laut "Dashboard" in allen fünf Kontinenten angeklickt wird. Wer bei Google das Stichwort "Todesmarsch von Dachau" eingibt, findet uns auf der Pole-Position: Platz 1 und 2. Also auch ein elektronischer und mentaler Brückenbau rings um den Globus.